Was ist menschlich?

Alles von Menschenkopf gedachte und von Menschenhand gemachte. Allerdings trägt die Eigenschaft „menschlich“ unter einem moralischen Gesichtspunkt keine wertende Eindeutigkeit in sich.

In ethisch-moralischer Hinsicht scheint eindeutig zu sein, was nicht menschlich, unmenschlich ist. Moduliert über das Präfix „-un“ in dessen Negativstruktur bekommt diese Eigenschaft plötzlich eine simpel scheinende Eindeutigkeit, wird dadurch zu einem absoluten Begriff, nämlich zum Synonym für moralische Verfehlung.
Die gleiche Eindeutigkeit, die der Begriff „Menschlichkeit“ in Form eines normativ obligatorischen Gebotes zum Ausdruck bringt, vermittelt der Begriff „unmenschlich“ für Handlungen wider dieses Gebot.
Was ist der entscheidende Punkt am Menschlichen?
Die Eindeutigkeit der „Menschlichkeit“ und des „unmenschlichen“ scheint Bezug zu nehmen auf die menschliche Anlage zur Fähigkeit moralischen Idealverhaltens: „Menschlichkeit“ als Synonym für moralisches Idealverhalten, „unmenschlich“ als dessen negativ-Synonym.
Dieser Aspekt legt nahe, dass Menschliches vor allem die Fähigkeit zu moralischem Idealverhalten ausmacht.

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